Wie du deine Berufung findest

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Wie du deine Berufung findest
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Lesezeit: 7 Minuten

Hast du deine Berufung schon gefunden? Viele Menschen, die mir begegnen, sind auf der Suche nach einem Beruf, der sie erfüllt. Ich selbst habe schon alles Mögliche ausprobiert und gebe dir in diesem Artikel meine Tipps, wie du deine Berufung finden kannst.

In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  • Woran du erkennst, dass dein jetziger Beruf nicht deine Berufung ist
  • Konkrete Tipps, wie du deine Berufung findest
  • Welcher Persönlichkeitstyp eine spezielle Berufung hat

Keine Lust zu lesen? Hier ist die passende Podcastfolge:

Wieso ist es wichtig, die eigene Berufung zu finden?

Ich habe schon viele Berufe ausprobiert. Vom Kundenservice bis zum Zeitungen austragen. In meiner Jugend war ich Reinigungskraft im Krankenhaus, Promoterin und vieles mehr. Doch seit ich 13 war, wollte ich nur eins: Maskenbildnerin werden. Und ich wurde Maskenbildnerin. Was bin ich heute? Haut- und Unterbewusstseins Coach bei Zauberhaut.

Du merkst, ich habe vieles probiert. Doch an dem Punkt wo ich jetzt bin, fühle ich mich erst richtig glücklich, ausgeglichen und energiegeladen.

Es war eine Reise. Und ich möchte dir damit Mut machen. Manchmal braucht es Zeit, Geduld und Achtsamkeit, bis du deine Berufung findest. Wichtig ist, dass du dran bleibst und nicht resignierst. Alles passiert für dich!

Jeder Beruf ist eine Erfahrung

Zu meinen aktuellen Beruf als Zauberhaut Coach bin ich gekommen, indem ich mich ausprobiert habe. Ich habe aus allen Tätigkeiten etwas mitgenommen und etwas für meinen weiteren Weg gelernt:

  • Im Krankenhaus habe ich unter den Reinigungskräften die nettesten Menschen kennengelernt – So viele tolle Menschen und wie wichtig mir ein emphatisches und herzliches Miteinander ist.
  • Bei den Promotion Jobs habe ich Selbstbewusstsein gewonnen, weil ich mich oft von oben herab angeglotzt gefühlt habe. Ich durfte lernen, dass ich mich nicht von Außen bewerten und definieren lasse.
  • Im Kundenservice habe ich meine Hemmschwelle verloren, mit fremden Menschen zu telefonieren. Heute rede ich als Coach täglich mit vielen verschiedenen Menschen – und das völlig natürlich und unverfangen.
  • In meiner Zeit als Maskenbildnerin habe ich gelernt, dass ich viel mehr am Menschen fasziniert bin, als vom Beruf selbst.

Ich will Menschen helfen. Als Maskenbildnerin hatte ich nicht das Gefühl, mein Potential entfalten zu können. Für mich hat sich die Tätigkeit nicht sinnvoll angefühlt. Jetzt mit Zauberhaut schon!

Die eigene Berufung ist nicht immer offensichtlich

Der wichtigste Moment, um dort zu sein, wo ich heute bin, war mir einzugestehen, dass ich 10 Jahre einen Beruf ausgeübt habe, der es nicht für immer sein wird. Das war hart, aber wichtig!

Ich habe an einigen Stellen erkannt, dass ich noch nicht meine Berufung gefunden habe. Diese habe ich hier notiert:

  • Ich habe gemerkt, dass ich mich in meiner Freizeit mit anderen Sachen lieber beschäftigt habe.
  • Wo andere Kolleg/innen im Privatleben nach YouTube Tutorials fürs Frisieren geschaut haben, habe ich Ratgeber gelesen und Psychologie-Podcasts gehört.
  • Ich wusste, dass ich es teilweise besser könnte, hatte aber keine Lust mich anzustrengen. Tief in mir habe ich gemerkt, dass ich nicht mein Bestes gebe. Ich habe immer so viel gemacht, dass der/die Schauspieler/in oder Künstler/in zufrieden war, mich aber nie für Extraaufgaben freiwillig gemeldet.
  • Ich habe nicht dafür gebrannt, super ordentlich zu frisieren. Wenn ich das Leuchten in anderen Augen gesehen habe, die zum Beispiel das Haar wie ein Kunstwerk betrachteten, wusste ich, ich fühle anders.
  • Ich war immer ein Improvisations-Talent. Oft wusste ich nicht, was ich tat, sondern habe einfach drauf los gearbeitet (und dann so getan, als wenn ich es kann, mich also oft durchgemogelt).

Kommt dir eventuell etwas davon in abstrahierter Form bekannt vor?

Die Berufung zu finden ist ein Eingeständnis

Ich habe mich nicht erfüllt gefühlt. Ich war unglücklich und habe eher funktioniert. Natürlich habe ich auch tolle Momente erlebt, an die ich auch gern zurück denke. Schon allein die aufregenden Sets und spannenden Persönlichkeiten der Schauspieler/innen und Künstler/innen waren etwas besonderes.

Aber mein Eingeständnis, dass es eben nicht meine Berufung, befreite mich.

Ich habe entschieden, etwas Neues auf mich zukommen zu lassen. Ich wusste nicht was, war aber einfach offen, dafür gelenkt zu werden. Dann hat mich eine Freundin in die Podcast und Social Media Welt entführt (damals noch mit einem anderen Podcast für Dating und Selbstliebe). Es folgten Seminare, neue Kontakte und ich knüpfte neue Freundschaften. Das Ende vom damaligen Podcast, war gleichzeitig der Start von Zauberhaut.

Ich wusste damals noch nicht genau, was ich genau will und wohin es führen wird. Aber ich vertraute darauf, dass alles sich fügen wird.

Der Weg ist das Ziel.

Vielleicht stößt du morgen auf deine Berufung. Vielleicht auch erst in einem Jahr. NA UND?! Denn darum geht es doch gar nicht. Es geht um den Reiz am Neuen. Das Leben ist ein Spiel. Es kann aufregend sein, Neues kennenzulernen. Freue dich auf das Spiel und den Weg – nicht das vermeintliche Ziel.

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Der Weg ist das Ziel zur Berufung
Das Leben ist ein Spiel. Lache, lebe und lass dich führen. | © Zauberhaut

Berufung finden – Meine 5 Tipps

#1 Informiere dich

Ich habe damals tatsächlich ein ganzes Buch voller Berufe durchgeschaut. Wenn mich ein Beruf vom Namen her angesprochen hat, habe ich es markiert. Dann war da eine Auswahl von Berufen, über die ich mich schlau gemacht habe. Ich habe mit Bekannten und Freunden gesprochen. Menschen befragt, die diesen Job ausüben und dann Praktika gemacht.

#2 Glaube an alle Möglichkeiten

Du weißt vielleicht auch schon aus meinem anderen Artikel, dass ich damals von Ärzt/innen gesagt bekommen habe, dass ich den Job als Maskenbildnerin nicht ausführen dürfe, weil ich Hausprobleme habe. Dieses Verbot des Arztes löste in mir eine Angst aus, die mich noch lange bis in Studium begleitete: Dass ich irgendwann gesagt bekomme, ich dürfe diesen Beruf nicht weiter ausführen. Das war belastend für meinen Geist, meinen Körper und meine Haut.

Du musst in dir fest verankern, dass alles geht. Immer!

Nachdem ich fleißig gelernt und geübt habe, um durch die strenge Auswahl der Hochschule für Bildende Künste Dresden zu kommen, war ich richtig stolz, dass ich das geschafft habe und angenommen wurde. Es waren dann aber nicht meine Hautprobleme, die mir das Studium schwer machten, sondern die Situation währenddessen. Mobbing, Ungerechtigkeit, Benachteiligung. Ich machte weiter.

Heute würde ich direkt nach anderen Möglichkeiten suchen.

#3 Sammle eigene Erfahrungen

Neben dem Studium habe ich eine Menge gearbeitet: am Theater, beim Film, Fernsehen und einige mehr. Da erst habe ich gemerkt, wie dieser Job draußen in der Arbeitswelt wirklich praktiziert wird. Was alles dazu gehört. Das unterschied sich teilweise sehr von dem, was ich an der Hochschule gelernt und erzählt bekommen habe.

Deswegen: Wenn dir jemand erzählt, was für dich gut oder nicht gut ist, dann schalte auf Durchzug. Geh raus in die Welt und sammle DEINE Erfahrungen.

#4 Sei ehrlich zu dir selbst

Wie schon oben gesagt, möchte ich es nochmal betonen: Gestehe dir ein, wenn dein jetziger Job nicht DEINE Berufung ist. Es ist okay. Woher solltest du es vorher wissen? Die Erkenntnis ist das Wichtigste am ganzen Weg hin zu deiner Berufung.

#5 Du bist genau richtig

Oft quetschen wir uns in ein Berufsbild, in das wir passen wollen. Und verstellen uns vielleicht. Aber: Du hast schon alles in dir. Ein Blick auf deine Interessen, Talente und deine Persönlichkeit hilft dir, den für dich passenden Beruf zu finden. Hier ein paar Inspirationen:

  • Was sagen deine Familie und Freunde, was deine Talente sind? Denn unsere Talente sind uns häufig nicht bewusst, weil sie uns leicht fallen. Wir nehmen sie selbstverständlich und nicht als Stärke wahr.
  • Was wolltest du als Kind werden? Beachte aber dabei, dass du auch oft von deinen Eltern und dein Umfeld beeinflusst wurdest. Es kann dir aber helfen. Was konntest du als Kind stundenlang machen?
  • Welche Bücher liest du? Welche Filme inspirieren dich am meisten? Über welche Themen kannst du leidenschaftlich sprechen?

In eigener Sache

Voraussichtlich werden wir in Zukunft einen Workshop zum Thema Berufung anbieten. Falls du dich dafür interessierst, lass dich gerne hier notieren: Vormerkung Workshop Berufung

Wenn du nicht die EINE Berufung findest

Manchmal hat ein Mensch aber auch einfach viele Berufungen.

Kennst du die Scanner Persönlichkeiten? Das sind vielseitig interessierte Menschen, die sich Wissen schnell aneignen und auch gerne zwischen mehrere Projekten springen. Sie gehen eher in die Breite, statt in die Spezialisierung, machen viele Tätigkeiten nebeneinander und bringen auch nicht immer alles zu Ende. Und das ist auch ok so.

Vielbegabt, Multitalent – und oft auch hochsensibel.

Hinzu kommt das Problem, sich nicht entscheiden zu können, die Zeit nicht einteilen zu können und ihre Kreativität nicht richtig zu lenken. Scanner schwanken zwischen Mut und Verzagtheit, Begeisterung und Selbstzweifeln.

Scanner sollten daher etwas suchen, was vielfältig wie die eigenen Interessen ist. Sie könnten in diesen Bereichen fündig werden:

  • Generalistische Studiengänge z.B. Mediengestaltung, Sprache, Kunst, Grafik.
  • Kreative Bereiche z.B. Schauspiel, Journalismus, Film und TV
  • Mehrere Teilzeitjobs
  • Beratende Tätigkeit z.B. Coach, Lehrer/in, Pfarrer/in

Auch ich sehe mich als eine Scannerin. Mir hilft der Gedanke, dass ich mit Zauberhaut viele mögliche Richtungen gehen kann. Und selbst wenn es sich irgendwann in etwas anderes transformiert, ist das in Ordnung so.

Auch die Berufung birgt Herausforderungen

Natürlich gibt es immer Themen, die im Beruf auch nicht zu 100% Spaß machen. Herausforderungen gibt es immer. Gut sind sie, wenn sie dich stärken, weil du durch sie hindurch gehst. Auch ich bin heute vor vielen Herausforderungen gestellt. Aber es ist anders, als bei den Jobs vorher. Ich sammle daraus Energie und verschwende sie nicht mehr.

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Fotos: Jennifer Thomas Fotografie

Stand: 31.03.2021 © Zauberhaut – Alle Rechte vorbehalten – Angaben ohne Gewähr
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