Akne Adé – Ursachen und ganzheitliche Behandlung

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Akne Ursachen und Behandlung
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Lesezeit: 13 Minuten

Wissen und Verstehen sind zwei wichtige Schritte für eine gesunde Haut. Und auch bei Hauterkrankungen wie Akne. Wie kannst du Akne ganzheitlich behandeln? Darüber habe ich ausführlich mit Philipp Domsch gesprochen. In diesen Artikel teilen wir wertvolles Wissen über Ursachen und Behandlung von Akne.

In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  • Ursachen für Akne und warum Darm und Leber dabei eine Rolle spielen
  • Welchen Einfluss die Genetik auf Akne hat
  • Aknefreundliche Ernährung und wichtige Nährstoffe für eine gesunde Haut
  • Wieso Menschen mit Akne eine erhöhte Talgproduktion haben
  • Mögliche Maßnahmen zu Behandlung von Akne

Was ist Akne?

Schmerzende Pickel, Pusteln, Knoten. Vor allem im Gesicht, Dekolleté und Rücken. Das ist das Erscheinungsbild von Akne. Akne ist (vermeintlich) eine Erkrankung des Talgdrüsen-Apparates. Und auch das ist nur eine Beschreibung des Symptoms von Akne.

Es gibt nicht die eine Antwort auf das, was Akne ist. Denn Akne ist individuell und vielmehr ein Zeichen von dem, was du in dir trägst und was nach außen willAkne zeigt sich in Form einer Entzündung der Haut.

Eine Entzündung ist erst einmal nichts schlimmes. Sie ist dazu da, damit der Körper etwas loswerden kann. Problematisch wird es, wenn die Entzündung nicht abklingen kann – und somit Akne entsteht. Doch bis die Akne ausbricht, müssen erst verschiedene Faktoren erfüllt sein.

Du merkst vielleicht schon: Die Erkrankung an Akne muss ganzheitlich betrachtet werden. Dafür habe ich mit Philipp Domsch gesprochen. Philipp hatte selbst Akne und durch die oben genannten Schritte Linderung erfahren. Er brennt für das Thema Hautgesundheit und hat sich mit vielen Studien und Daten beschäftigt, um das Thema ganzheitlich, aber auch wissenschaftlich zu durchleuchten. Das ganze Wissen hat er als Veranstalter vom Neurodermitis Kongress mit vielen weiteren Experten an andere Betroffene weitergegeben.

Es sind zwei wundervolle Podcastfolgen entstanden, die extrem viel Wissen bündeln. Ich bin mir sicher, dass wir dir dadurch viel helfen können. Der Artikel gibt einen Überblick. Tiefer einsteigen kannst du dann, indem du dir die Folgen anhörst (sie sind weiter unten im Artikel verlinkt).

Denn: Der erste Schritt zu einer gesunden Haut ist das Verständnis und Wissen über die Prozesse, mit der sie zusammenhängt.

Behandlungsformen von Akne

Du willst die Behandlungsformen und Ursachen von Akne lieber auf die Ohren? Hier ist Teil 1 vom passenden Interview mit Philipp Domsch:

Um es vorweg zu nehmen: Die eine Behandlungsmethode gibt es nicht. Es gibt verschiedene Ansätze, wie Akne behandelt werden kann. Letztlich ist es vielleicht auch eine Mischung aus allen.

Was außerdem wichtig ist: Die nachfolgenden Punkte dienen der Wissensvermittlung und können deine individuelle Betreuung durch einen Arzt unterstützen, aber ersetzen keine medizinische Behandlung.

Konventionelle Medizin

In der konventionellen Medizin wird der aktuelle Zustand der Haut betrachtet und daraufhin entschieden, wie die erkrankte Haut behandelt werden soll. Deswegen nennt man diese Art der Medizin auch Photo-Medizin.

Grundlage ist hier eine bereits erkrankte Haut und eine damit folgende symptomatische Herangehensweise. Hierbei werden oft (und manchmal auch schnell) starke Medikamente, Cremes und Salben eingesetzt.

Emotionale und seelische Arbeit

Doch die Ursachen für Akne können schon früher entstehen. Manchmal können sie weit zurück in deine Kindheit reichen oder sogar Gründe in der embryonalen Entwicklung haben. Das sind in dieser Hinsicht meist emotionale und seelische Gründe, die für den Ausbruch von Akne in späteren Jahren sorgen.

Zauberhaut setzt genau hier an.

Es geht darum, mit deiner inneren Seelenwelt in Frieden zu kommen – und auch mit deiner Haut. Sie ist ein Supertalent und du weißt es nur noch nicht. Sie möchte dir zeigen, dass einschneidende Erfahrungen, Erlebnisse und Traumata aus der Vergangenheit verarbeitet und losgelassen werden dürfen.

Die Haut ist der Spiegel der Seele.

Auf meinem Blog und in meinem Podcast findest du deswegen häufig Themen, die sich genau mit der seelischen und emotionalen (Haut-)Gesundheit beschäftigen. Schau auch gern mal in meinem Zauberhaut Shop vorbei.

Ganzheitliche Wissenschaft

Es gibt den Ansatz der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kurz: kPNI). Genau diesen verfolgt auch Philipp. Die kPNI erforscht den Zusammenhang von Psyche, Neurologie und Immunsystem. Sie ist eine ganzheitliche Herangehensweise an die gesundheitlichen Probleme eines Menschen auf wissenschaftlicher Basis. Man kann diesen Ansatz auch als Film-Medizin bezeichnen: Sie schaut sich an, welche Schritte in deinem Leben zu der Erkrankung geführt haben können (wie in einem Film).

Jedes gesundheitliche Problem braucht Schritte vorab, bis eine Erkrankung ausbricht.

Auch wenn jede Erkrankung individuell ist, kann man ziemlich genau bestimmte Schritte sehen, die erfüllt sein müssen, bis eine Erkrankung ausbricht. Und diese sind sogar mit Studien belegt. Im Folgenden stelle ich euch die Schritte vor.

Mögliche Ursachen für Akne

Die Rolle der Genetik

Oft fragt man sich als Hautmensch, ob die Genetik über die Hauterkrankung bestimmt. Wir schauen auf Eltern und Großeltern. Fragen sie, ob sie auch mal eine Erkrankung der Haut hatten. Die Genetik spielt eine Rolle – aber nur zum Teil.

Gene werden nicht 1 zu 1 übersetzt.

Die Informationen eines Gens müssen erst gelesen werden. Und nur das, was gelesen wird, wird auch umgesetzt. Man könnte uch sagen: Bestimmte Gene sind an oder ausgeschaltet. Das heißt, dass du Akne oder andere Erkrankungen genetisch in dir haben kannst, das Gen aber nicht aktiviert ist. Diesen Ablauf nennt man auch Epigenetik.

Es ist also entscheidend, was das Gen aktiviert. Der Schalter für die Aktivierung eines Gens wird in den ersten 6 bis 12 Lebensjahren umgelegt – oder eben nicht. Hier können aber schlechte Ernährungsgewohnheiten oder frühkindlicher Stress ein Indiz für den Ausbruch von Akne sein.

Danach kommt es eher selten vor, dass wir aus genetischen Gründen eine Hauterkrankung entwickeln. Entscheidend sind dann intensive Erlebnisse, Erfahrungen oder Traumata.

Bist du sozusagen auf Akne konstituiert, dann kannst du aber immer noch heute Dinge tun, die deine Akne lindern oder sogar verschwinden lassen. Was genau du tun kannst, erfährst du weiter unten im Artikel.

Die Haut ist ein Donut – Warum der Darm so wichtig ist

Äußere und innere Haut

Unsere Haut ist nicht nur das, was wir sehen. Sie ist wie ein Donut: Sie reicht von der sichtbaren äußeren Haut weiter nach innen in den Körper hinein – über den Mund, entlang der Speiseröhre, runter zum Darm und beim After wieder raus.

Der Darm kann mit all seinen Einstülpungen und Zotten bis zu 500 qm groß sein. Das ist ein Tennis- oder Fußballfeld! Damit ist der Darm mindestens 2-3 mal so groß wie die äußere Haut – und hat entsprechend einen großen Anteil bei der Gesamtheit unserer Haut.

Wenn wir über Haut sprechen, sollten wir sowohl über die äußere wie auch über die innere Haut sprechen.

Eine geschädigte Darmwand

Wie alles in unserem Körper, besteht auch unser Darm aus Zellen und jede Zelle hat eine Hülle bzw. einen Schutzmantel bestehend aus Fetten. Wie kann es nun passieren, dass die Zellen in der Darmwand beschädigt werden?

Es gibt 2 Faktoren, wie wir unseren Darm schädigen können:

  • Ernährung und beinhaltete Stoffe, die die Darmwand durchlässig machen.
  • Stress, wodurch sich die Darmbarriere öffnet.

Kurzfristige Stress-Situationen (Kämpfen oder Fliehen) sind wichtig für das Überleben des Menschen und auch nicht schlimm. Du kannst dir das so vorstellen: Die Darmwand ist wie eine Perlenkette. Bei Stress öffnet sich der Abstand zwischen den Kugeln, um eben Stoffe schneller passieren zu lassen. Der Körper kann sich dadurch Nährstoffe über den Darm ziehen, um die Stresssituation zu bewältigen.

Langfristiger Stress hingegen verursacht Schäden an der Darmwand und kann zu Löchern in der Darmwand führen (das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom). In einem anderen Artikel habe ich schon einmal über die verschiedenen Formen von Stress geschrieben – und was du gegen Stress tun kannst.

Durch eine geschädigte Darmwand gelangen Stoffe in unseren Organismus, die ihn belasten. Das können körperfremde Stoffe, wie Viren, Bakterien oder Schadstoffe sein. Bis zu einem gewissen Punkt kann das Immunsystem die körperfremden Stoffe abwehren. Doch bei andauernder starker Belastung wird es auch ihm irgendwann zu viel.

Überlastete Leber und Fettzellen

Jede körperfremde Substanz wird vom Darm zur Leber weitergeleitet. Die Leber ist unser größtes Entgiftungsorgan. Sie schaut sich jeden Stoff an und entscheidet, was raus aus den Körper muss. Das kann über den Kot, den Urin oder über die Haut passieren.

Gelangen zu viele schlechte Stoffe in die Leber, ist auch sie (wie der Darm) irgendwann überlastet. Giftige Stoffe werden dann in Fettzellen gespeichert. Das ist zunächst kein Problem. Unsere Körper (auch der der Tiere) sind dafür ausgelegt, die Fettdepots dafür zu nutzen. Problematisch ist nur, wenn das Einschleusen von Giftstoffen in die Festzellen zu lang und zu viel wird – irgendwann sind auch die Fettzellen voll.

Dann geben die Fettzellen die giftigen Stoffe an die Haut weiter. Auch die Haut ist ein Entgiftungsorgan. Das Entgiften über die Haut zeigt sich dann in Form von trockener Haut, Pickel oder Rötungen – bis hin zu schwerer Akne und anderen Hauterkrankungen.

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Darm und Leber reinigen und entgiften
Gesunder Darm und Leber sind wichtig gegen Akne | © Zauberhaut

Fehlende Nährstoffe – Eine Frage des Ausgleichs

Ich kann es nicht zu oft wiederholen: Es geht um die Balance in deinem Körper. Neben einem ausgeglichen Schlaf-Wach-Rhythmus, Bewegung, Entspannung und vieles mehr ist natürlich auch ein gutes Verhältnis von Nährstoffen für die Gesundheit deines Körpers wichtig – besonders wenn gerade Entzündungsprozesse im Gang sind.

Heutzutage ist es so, dass wir durch unsere industrielle Nahrung eher ein schlechtes Nährstoff-Verhältnis fördern. Durch den Konsum von übermäßig vielen Fertigprodukten, Getreide, Fleisch, Milch und anderen tierischen Lebensmitteln bekommt der Körper nicht genügend von den Stoffen, die er braucht, um Entzündungen wieder abzubauen.

Übermäßige Talgproduktion – Was das mit Insulin zu tun hat

Es leben eine Vielzahl von Bakterien auf unserer Haut. Deswegen sollte deine Hautpflege diese auch nicht zerstören. Wie der Darm, brauchst auch unsere äußere Haut ihre gesunde Bakterienflora. Durch die hohe Talgproduktion bei Akne können sich die schlechten Bakterien von dem Talg ernähren. Auch eine Verstopfung der Poren trägt zu Entzündungen und Akne bei.

Auf dem Markt gibt es viele Cremes, Salben und Tinkturen, um Akne äußerlich zu behandeln. Hautärzte verschreiben oft sogar antibiotische Salben und Tabletten. Das Problem: Die Mittel sind oft zu aggressiv, töten die guten Bakterien ab und können auf Dauer deiner Haut schaden.

Der Grund für zu viel Talg sind Hormone.

Statt deine Akne rein äußerlich zu behandeln, lohnt also auch der Blick nach innen. Wie kommt eine hohe Talgproduktion zustande? Das Hormon Insulin ist für die Talgproduktion der Haut zuständig. Und bei Akne ist zu viel Insulin im Körper. Stell dir dafür folgenden Prozess vor:

  1. Grundsätzlich: Das Immunsystem nutzt Energie, um die Probleme im Körper zu bekämpfen.
  2. Zu viel Energie bewirkt allerdings genau das Gegenteil: Umso mehr Energie da ist, umso aktiver wird das Immunsystem. Eine höhere Energiezufuhr passiert z.B. durch zu viel Energiezufuhr z.B. durch zu viel Kohlenhydrate und Snacks zwischendurch.
  3. Die Zelle bricht jedes Mal für das Insulin auf, damit sie die Energie aufnehmen kann. Das Problem: Dieser Prozess stumpft bei Übermaß ab. Die Folge ist eine Insulinresistenz.
  4. Umso stärker eine Zelle abstumpft, umso stärker muss das Signal werden, um sie wieder zu erreichen. Dafür ist mehr Insulin notwendig. Und damit geht ein Teufelskreis weiter.
  5. So haben wir mehr Insulin im Körper – und dadurch eine höhere Talgproduktion, weil Insulin unsere Talgdrüsen-Rezeptoren anregt. Einhergehend damit ist oft auch eine Überproduktion von Zellen, d.h eine Verschuppung der Haut.

Was du bei Akne tun kannst

Hier ist Teil 2 meines Interviews mit Philipp Domsch, in dem es darum geht, was du konkret gegen Akne tun kannst:

Intervallfasten, Basenfasten, Heilfasten

Grundsätzlich beschreibt Philipp zwei Herangehensweisen, was man gegen Akne tun kann. Einmal die funktionale Ebene, zum anderen inhaltliche Ebene. Die funktionale Ebene meint die Ursachenforschung, also nicht nur die Symptome zu behandeln. Wie du weiter oben lesen konntest, hat die Insulinproduktion mit dem Zuführen von Energie zu tun.

Aufhören, so oft und so viel Energie zu geben.

Es geht darum, die Frequenz der Mahlzeiten auf 2 bis 3 Mahlzeiten pro Tag herunterzufahren (Mahlzeiten sind alles außer Wasser und Tee). Das nennt man auch Intermittierendes Fasten. Dabei sollte mindestens 16 Stunden am Stück nichts gegessen werden. Warum? Ernährung ruft immer eine direkte Entzündung hervor (sogenannte Postprandiale Entzündung). Das ist nicht schlimm, aber meint auch hier wieder: Die Dosis macht das Gift.

Wenn du Fasten ausprobierst, beobachte dich einmal:

  • Wie geht es dir und deiner Haut, wenn du nichts isst?
  • Wie geht es dir nach und bei dem Essen?

Du kannst auch das Heilfasten ausprobieren, bei dem du auf die komplette Nahrungszufuhr für eine Zeit verzichtest. Oder Basenfasten, wobei du ausschließlich basische Lebensmittel zu dir nimmst.

Darmreinigung und Leber-Entgiftung

Wenn alle anderen Entgiftungsorgane überlastet sind, kommt die Haut als letzte Instanz – und zeigt dort Entzündungen. Deswegen ist ein regelmäßiges Entgiften deines gesamten Organismus hilfreich, um es gar nicht er so weit kommen zu lassen.

Eine gesunde Ernährung

Leichte Kost mit guten Fetten

Du kannst aber auch schon mit der richtigen Ernährung einer Überlastung deines Körpers vorbeugen. Hierbei empfiehlt sich eine frische und leichte Ernährungsweise mit wenig Kohlenhydraten. Gesunde Kohlenhydrate ist zum Beispiel Wurzelgemüse (z.B. Süßkartoffel, Pastinake, Rote Beete). In einem anderen Blogartikel beschreibe ich noch weitere konkrete Schritte für eine gesunde Ernährung.

Einen wichtigen Punkt in der Ernährung möchte ich aber hier erwähnen: Gesunde Fette. Es gibt Öle und Fette, die antientzündlich wirken. Der entscheidende Bestandteil in solchen Ölen ist die Fettsäure Omega-3 (z.B. Algenöl, Hanföl, Leinöl). Omega-6 hingegen ist eine Fettsäure die Entzündungen fördert (z.B. Sonnenblumenöl).

Lebensmittel, die du meiden solltest

Es gibt Lebensmittel, die den Darm und damit die Akne verstärken können. Ich bin grundsätzlich kein Freund von kompletten Verzicht. Für eine schonende, darmfreundliche Ernährung spricht Philipp Domsch deshalb folgende Empfehlungen aus:

  • Auf Gluten verzichten (vor allem im Weizen). Auch keine glutenfreie und laktosefreie Produkte essen. Ihnen wird lediglich ein Enzym durch ein chemisches Verfahren hinzugefügt.
  • Getreide generell wenig essen. Das gilt auch für Vollkorn. Vollkornbrot enthält Lektine und Antinährstoffe, die den Darm schädigen können.
  • Lebensmittel, die beim Kochen besonders schäumen, haben viele Seifenstoffe (Fachwort: Saponine), welche die Fettschicht aufreibt. Deswegen Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Kartoffeln oder auch Lupine nur in Maßen essen.
  • Zucker reduzieren. Unser Körper ist nicht dafür gemacht, viel Zucker zu essen. Dadurch wird zuviel Insulin ausgestoßen.

Supplemente, wo sie nötig sind

Du kannst deine Ernährung mit wertvollen Stoffen in Form von Supplements ergänzen. Sie ersetzen jedoch nicht eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Grundlegend ist also immer eine Ernährungsumstellung hin zu einer nährstoffreichen Ernährung ratsam. Ob du einen Nährstoffmangel hast, kann dein/e Arzt/Ärztin oder dein/e Heilpraktiker/in durch eine Blutuntersuchung feststellen. Sie kann dir auch Dauer und Höhe der Ergänzung und entsprechende Präparate empfehlen.

Oft fehlen dem Körper folgende Stoffe:

  • Omega-3
  • Vitamin D3
  • Zink
  • Vitamin B Komplex

Ich selbst habe mit den Produkten mit InnoNature gute Erfahrungen gemacht. So gut, dass ich eine Kooperation mit ihnen habe und du einen Rabatt (10% Rabatt Code: ZAUBERHAUT10) über mich erhältst (Werbung).

Akne Cremes und eine angemessene Hautpflege

Wir haben gelernt: Schmiere etwas auf die Haut, wenn sie Probleme macht. Cremes, Salben und Lotions sollten allerdings zu Pflege der Haut eingesetzt werden. Oft ist es sogar so, dass wir unsere Haut überpflegen und ihr zu viel geben. Achte also grundsätzlich darauf, weniger zu cremen.

Achtung bei Glycerin

Schlechte Bakterien ernähren sich ernähren sich von dem Inhaltsstoff Gylcerin, was besonders bei Akne zu einem Problem werden kann. Glycerin ist ein billiger Stoff und in vielen herkömmlichen Cremes und Kosmetik zu finden.

Wunderwaffe Vitamin C

Hautpflege bei Akne sollte so eingesetzt werden, dass sie die Regeneration unterstützt. Das ist zum Beispiel eine Feuchtigkeitspflege mit Aloe Vera. Eine andere wichtige Zutat ist Vitamin C. Vitamin C ist das stärkste Antioxidanz und wirkt gegen die Oxidation, die bei Entzündungen entsteht. Es kurbelt außerdem den Kollagenstoffwechsel an. Das ist bei der Behandlung z.B. Akne Narben wirksam.

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Emotionaler Stress durch Abgrenzung und Kontakte
Akne: Ein Problem mit Abgrenzung und Kontakt | © Zauberhaut

Bedeutung von Akne aus Sicht von Zauberhaut

Jetzt, wo wir uns viele Punkte der funktionalen Ebene zur Behandlung von Akne beschäftigt haben, kommen wir zur inhaltlichen Ebene. Es geht darum, Akne nicht als Problem zu sehen, sondern als Chance.

Hinschauen statt Wegschauen und daraus lernen.

Die Haut ist unser Kontaktorgan. Sie grenzt uns von unserer Umwelt ab und lässt gleichzeitig den Kontakt zur Umwelt zu. Hinter Akne oder auch anderen Hauterkrankungen steckt also immer auch ein Problem mit dem Thema Kontakt und Abgrenzung.

Die Haut wird krank, wenn wir uns seelisch durch andere verletzt fühlen. Wir wollen diese Verletzung aber bewusst nicht fühlen. Sie rückt damit ins Unterbewusstsein. Weg ist sie damit nicht, sondern nur noch viel schwieriger zu erreichen. Frage dich also mal:

  • Wovon grenzt du dich ab?
  • Wie steht es um deine Kontaktfähigkeit?
  • Steht hinter deiner Art ein besonderes Bedürfnis, was verletzt wurde?
  • Was will die Grenze durchbrechen?
  • Was lässt du zu viel von draußen rein?
  • Was reizt dich?
  • Was juckt dich wirklich (in deinem Leben)?

Die Haut ist mit unserem Nervensystem verbunden. Wenn dir also etwas unter die Haut geht, kann es sich auch symptomatisch zeigen. Es sind deine Emotionen, die du (manchmal tief) in dir trägst und die du auflösen darfst. Wie genau du deine Emotionen loslassen kannst, erfährst du in einem anderen Artikel.

Stress reduzieren

Natürlich weißt du bereits, dass Stress einen großen Einfluss auf deinen Darm und damit auf deine Akne hat. Mit Stress meine ich aber nicht nur den Alltagsstress, sondern emotionalen Stress, der dauerhaft in dir herrscht. Denn auch dieser Stress aktiviert das Immunsystem und hat Auswirkungen auf deine Akne (wenn nicht sogar am meisten). Frage dich:

  • Was stresst dich emotional?
  • Wie kannst du besser mit Stress umgehen?
  • Wo sind starke Stressoren?
  • Gibt es Beziehungen, die dich stressen?

Oft sind es die Beziehungen zu anderen Menschen (in der Gegenwart und der Vergangenheit), die einen emotional beschäftigen. Wir fühlen uns mit Menschen verbunden. Das Soziale spielt für uns eine große Rolle. Wie wir heute sind, hat damit zu tun, wie wir uns damals in Gruppen verhalten haben. Auch das hat unser Immunsystem geprägt.

Durch unsere soziale Konstitution legen wir unser Verhalten an den Tag – und manchmal zeigt uns die Haut, dass da etwas nicht stimmt. Man nennt das auch Sickness Behavior d.h. deine Akne ist Spiegel für eine soziale Abgrenzung zu einer vergangenen oder aktuellen Erfahrung mit anderen Menschen.

Zum Schluss: Nicht perfektionistisch sein

In diesem Artikel habe ich dir – zusammen mit Philipp – viel Wissen an die Hand gegeben. Oft sind Hautmenschen aber auch Perfektionisten und wollen alles direkt umsetzen. Tu das nicht!

Schritt für Schritt. Suche dir eine Sache raus, die du angehen oder verändern möchtest, lass es zur Gewohnheit werden und behalte die Motivation, um danach den nächsten Schritt zu wagen. Hauptsache ist: Du weißt jetzt, dass du deine Akne behandeln kannst und welche Möglichkeiten es gibt.

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Fotos: Jennifer Thomas Fotografie

 

Stand: 20.01.2021 © Zauberhaut – Alle Rechte vorbehalten – Angaben ohne Gewähr
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