Zwillingsseele – Der verlorene Zwilling

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Hattest du einen Zwilling? Die Wahrscheinlichkeit ist garnicht so klein. Ganze 20% der Schwangerschaften sind zunächst Mehrlingsschwangerschaften. Doch nur 1,2% werden auch wirklich als Zwillinge geboren. Was hat der verlorene Zwilling für Auswirkungen auf den Alleingeborenen?

In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  • Vom Phänomen Mehrlingsschwangerschaft
  • Welche unbewusste Rolle ein verlorener Zwilling im weiteren Leben spielt
  • Welchen Einfluss ein verlorener Zwilling auf die Persönlichkeit hat
  • Wie Gefühle und Bedürfnisse durch den Verlust beeinflusst werden
  • Warum manche Körperthemen dadurch entstehen können
  • Was du tun kannst, um Frieden mit dem Verlust zu schließen

Keine Lust zu lesen? Hier ist die passende Podcastfolge:

Zwillinge im Mutterleib – Ein körperliches Phänomen

Alles beginnt mit dem Eisprung während der Ovulationsphase des Menstruationszyklus einer Frau. Dabei gelangt eine (selten zwei) ausgereifte Eizelle in den Eileiter, welche dann durch ein Spermium befruchtet wird. Danach nistet sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter ein. So weit so gut. 

Wie ist das bei sogenannten Mehrlingsschwangerschaften?

Wenn sich die befruchtete Eizelle in zwei Keime geteilt hat, spricht man von eineiigen Zwillingen. Sie tragen das gleiche Erbgut und das gleiche Geschlecht. Bei zweieiigen Zwillingen reifen zwei Eizellen gleichzeitig heran. Sie sind von verschiedenen Samenzellen befruchtet und haben, wie andere Geschwister verschiedenen Alters auch, nur durchschnittlich 50% der Gene gemeinsam.

Die Häufigkeit von Zwillingsgeburten liegt bei 1,2%.

Die Betonung liegt hierbei auf Geburten. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schwangerschaft anfangs eine Mehrlingsschwangerschaft war, liegt bei 20%. Ein verlorener Zwilling ist also nicht selten. Viele Fälle bleiben sogar unentdeckt, sodass es wahrscheinlich noch mehr als 20% sind.

Ein Zwilling kann sterben, wenn z.B. die Blutzufuhr zwischen den Zwillingen ins Ungleichgewicht gerät oder auch die Blutzufuhr der einzelnen Plazenta schlecht ist (Ja, es kann zwei Plazenten geben). 

Wie ein Zwilling die Persönlichkeit & die Bedürfnisse beeinflusst

Zwillinge (ob nur im Mutterleib oder auch später) teilen sich den Platz im Mutterleib und die Nahrung der Mutter. Einerseits konkurrieren sie miteinander – vor allem, wenn sich beide eine Plazenta teilen. Zwischen den beiden Föten besteht andererseits auch eine besondere Nähe und Verbundenheit.

Das hat starken Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit des Zwillings.

Zwillinge „mussten“ miteinander im Mutterleib interagieren. Sie erfahren mehr Sinnesreize wie Hören, Fühlen mit der Haut und auch biochemsiche Reize, als Embryos, die allein im Mutterleib sind.

Zwillinge haben gelernt, Wahrnehmungen im Einklang zu bringen und persönliches Gleichgewicht anzustreben. Aber auch andere Gefühle können im weiteren Leben eine größere Rolle spielen, wie z.B.:

  • nicht allein sein (können)
  • nicht genug zu bekommen
  • nicht ausreichend Platz für sich selbst haben
  • nur vollständig fühlen, wenn der andere Zwilling anwesend ist

Der verlorene Zwilling – Ein vorgeburtliches Trauma

Lange wurde die Zeit des Kindes im Mutterleib unterschätzt – emotional gesehen. Man dachte, dass Embryos lange nichts spüren oder fühlen. Heute weiß man, dass Embryos schon sehr früh beginnen, mit ihren Sinnen wahrzunehmen.

Das Herz eines Embryos schlägt ab Woche 6. Ab diesem Moment weiß ein Fötus von seinem Zwilling. Das Baby hört den Herzschlag von Mama und Zwilling. Das vom Zwilling sogar noch lauter. Es liegt ja schließlich direkt neben einem. Wenig später fangen beide Föten an zu interagieren und miteinander zu spielen.

Es entsteht eine enge Bindung von früh an.

Und ein Verlust eines Zwillings geht nicht am anderen Kind vorbei.

Es ist ein Trauma für den übrig gebliebenen Zwilling.

Der Verlust eines Zwillings im Mutterleib prägt die Persönlichkeit

Die Menschen, die einen Zwilling im Mutterleib verloren haben, sind häufig hochsensible und emotionale Wesen. Sie sind besonders aufmerksam, liebevoll und leidenschaftlich. Oft sind sie auch spirituell veranlagt. Sie haben eine besondere Bindung mit ihrem Zwilling. Ein Leben lang.

Eine besondere Form der Hochsensibilität sind die High Sensation Seekers. Das sind die Menschen, die immer wieder einen Kick brauchen. Sie schwanken von Rückzug und Ruhe zu plötzlicher Risikobereitschaft. Zwischen Überstimulation und Unterstimulation. Phasen, in denen sie typisch sensibel sind und wenig Reize vertragen, wechseln sich mit Phasen ab, in denen Reize nicht stark genug sein können .

Alleingeborene Zwillinge sind oft auch besonders kreativ. Sie haben ein empfindsames Gemüt und tragen eine verborgene, seelische Verletzung in sich. Denn sie hatten mit einem Verlust zu kämpfen. Mit dem wohl ersten, den sie erleben mussten: Der Verlust ihres Zwillings.

Das ist ein Trauma in den frühen Lebensmonaten. Man spricht auch von einem vorgeburtlichen Trauma. Dieses Trauma ist im Unbewussten verankert. Der Zwilling erinnert sich zwar nicht an die Zeit als Neugeborener und davor, aber Körper und Seele speichern die Erinnerung ab. Sie liegen ab dann im Unterbewusstsein vergraben.

So sind alleingeborene Zwillinge in ihrem weiteren Leben oft Persönlichkeiten, die z.B.:

  • das Bedürfnis nach hoher Lebensintensität haben z.B. Risikosportarten, Adrenalin-Junkies, Grenzerfahrungen machen
  • ein Nomadenleben anstreben: häufige Umzüge, Reiselust, Heimatlosigkeit
  • eine starke Bindung zu Tieren haben und intensive Empathie spüren
  • Menschen, die ständig auf der Suche sind, aber nicht wissen, was sie suchen
  • sich innerlich nie angekommen fühlen und innerlich unruhig sind

Die Gefühlswelt eines alleingeborenen Zwillings

Den Verlust eines Zwillings kann ein kleiner Mensch nicht so einfach verkraften. Dabei gibt es zwei Arten, wie ein alleingeborener Zwilling emotional „ticken“ kann (und das bis ins hohe Alter seines Lebens).

Durst nach viel Nähe und Liebe

Das sind die Schmelzzwillinge. Sie sind stark getrieben von dem Bedürfnis nach Nähe und Liebe. Und auch die damit einhergehenden Verlustängste. Auf emotionaler Ebene herrschen bei ihnen oft Gefühle wie:

  • innerer Leere und Einsamkeit
  • unbefriedigtes Bedürfnis nach einem „besten Freund“
  • freundschaftliche, enge, intensive Beziehungen im Leben
  • Trennungsängste und Verlustängste
  • fehlende Fähigkeit, Nein zu sagen, etwas zu fordern oder um Hilfe zu bitten
  • Drang, ständig anderen helfen zu wollen
  • ständiges Bedürfnis nach Nähe und Berührung
  • Wunsch nach einen Seelenpartner

Bedürfnis nach Distanz und Abgrenzung

Manchmal dominieren auch oft Bedürfnisse der Abgrenzung im alleingeborenen Zwilling. Das sind die sogenannten Fluchtzwillinge. Das Distanzverhalten kann daher kommen, dass der lebende Zwilling viele Schuldgefühle mit sich trägt. Er hat den Glaubenssatz verinnerlicht: „Mit mir ist etwas nicht richtig.“ oder „Ich bin es nicht wert.“ Der Verlust des anderen Zwillings ist Grund für ein Gefühl mangelnder Existenzberechtigung. Dann sind folgende Gefühle oft sehr dominant, wie:

  • Angst vor Nähe
  • Distanzgefühl
  • Kontrolle nicht abgeben wollen
  • Perfektionismus und Selbstkritik
  • haben es schwer, loszulassen
  • Harmoniebedürfnis
  • Konfliktvermeidung

Der verlorene Zwilling im Zusammenhang mit Körperthemen & Psyche

Auch auf körperlicher Ebene kann sich der Verlust eines Zwillings äußern. Die, die einen Zwilling im Mutterleib verloren haben,  sind oft auch die, deren Immunsystem überreizt ist.  Sie neigen deswegen zu allergischen Erkrankungen, haben eine fehlende Abwehr gegen Infektionskrankheiten und sind häufig müde.

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Dabei sind meist die Sinnesorgane betroffen, wie z.B. die Augen durch Kurzsichtigkeit, die Ohren mit Hörproblemen, der Darm und seine Verdauung (Reizdarm, Krämpfe) oder die Haut in Form von Trockenheit, Neurodermitis, Akne oder Nesselsucht. 

Der Cortisolspiegel ist bei alleingeborenen Zwillingen oft sehr hoch. Sie neigen zu Schlafstörungen, haben aber auch oft Muskelverspannungen, Probleme mit der Wirbelsäule (wahrscheinlich vom Wegdrehen vom toten Zwilling) oder reduzierte Körperfunktionen

Manchmal wächst sich der verstorbene Zwilling auch in den lebenden Zwilling im Mutterleib ein. Das können dann später Geschwüre oder Zysten werden. Oft findet man in diesen dann Spuren von Haaren, Zähnen und Nägeln.

Auf psychischer Ebene kann ein verlorener Zwilling auch zu Panikattacken oder Depressionen führen. Gefühle wie Sinnlosigkeit, Verlustängste oder Schuldgefühle treiben den Zwilling manchmal umher. Auch ein Ich-Verlust oder die Angst vor engen Räumen, Tunneln oder Aufzügen kann ein Zeichen für den Verlust eines Zwillings sein.

Zauberhaut Blog – Coaching für Haut und Seele: Zwillingsseele – Der verlorene Zwilling – Was kannst du tun
Finde Frieden mit deinem verlorenen Zwilling. | © Zauberhaut

Den Verlust eines Zwillings überwinden – Was kannst du tun?

Die Frage ist: Woher weißt du, ob du einen verlorenen Zwilling hast? Ein Gespräch mit deinen Eltern hilft nicht unbedingt. Der Verlust eines Zwillings bleibt oft unbemerkt. Manche Symptome oder Ängste, die ich oben beschrieben habe, können daher rühren – müssen aber nicht.

Hinterfrage eine Symptome nicht ständig

Ich weiß: Manchmal ist es schwer, für seine Symptome nicht nach DEM Grund zu suchen. Wir greifen nach jedem Strohhalm, in der Hoffnung, DIE Lösung zu finden. Aber die eine Lösung gibt es nicht. Es ist eine Kombination aus so vielen Faktoren – körperlich und außerkörperlich. Deine Vergangenheit kann aber oft eine große Rolle spielen.

Ob du einen Zwilling hattest, wirst du nie erfahren. Versuche deswegen diesen Punkt nicht zu fokussieren, um dafür einen Grund für deine Themen zu finden. Sie können auch anderen Ursprung haben.

Das Wissen in diesem Artikel soll dir helfen, mögliche Ursachen zu verstehen. Und viel mehr noch: Wie wichtig die Arbeit mit deinen Emotionen ist. Wenn du einen Zwilling gehabt haben könntest, dann ist es ausreichend, dich dafür zu öffnen. Annehmen ist der erste Schritt. Mit dem Ziel, sich wieder vollständig zu fühlen und in Verbindung mit deinem Zwilling zu kommen. Hier hilft die Arbeit mit deinem inneren Kind z.B. in der Transformationsreise. 

Gehe in die Selbstdiagnose

Arbeite mit deinem Unterbewusstsein. Egal, ob du einen verlorenen Zwilling hast oder nicht – Du kannst mit diesem Schritt nur dazu gewinnen. Für mich war die Arbeit mit dem Unterbewusstsein DER Schlüssel zu mehr ganzheitlicher Gesundheit und Wohlbefinden. Das geht zum Beispiel gut durch Rückführungen, kinesiologische Tests oder mit der Transformationsreise.

Gestalte dein Umfeld

Schaue auch auf deine Beziehungen im aktuellen Leben: Freunde, Partner, Familie. Wie bist du da? Kannst du diese Beziehungen entspannen? Wie reagierst du in welchen Situationen? Kannst du aktiv etwas verändern und loslassen?

Du hast alles in dir, um etwas zu ändern. Komme in die Selbstverantwortung. Du kannst zum Beispiel die Kraft der Visualisierung für dich nutzen.

Weniger Reize & Stress

Lerne, wie du mit Reizen umgehst und dich gesund und natürlich abgrenzen kannst. Stress ist ein großer Faktor bei der Gesundheit und bei seelischen Themen.

Ob Meditation, Yoga oder andere Entspannungstechniken – wichtig ist, dass du dich regelmäßig im Alltag ent-stresst. In einem anderen Artikel gebe ich dir meine 8 Tipps zur Stressbewältigung.

Die Seele des verlorenen Zwillings ist immer noch da

Die Seele ist so stark mit der Seele des verlorenen Zwillings verbunden. Sie ist Teil der eigenen Seele. Du kannst also auch mit der anderen Seele sprechen: Vor dem zu Bett gehen kannst du innerlich drum bitten, Zeichen zu erhalten. Du kannst die Seele innerlich rufen und ihr sagen, dass sie sich gerne im Traum zeigen kann.

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Fotos: Jennifer Thomas Fotografie

Stand: 24.03.2021 © Zauberhaut – Alle Rechte vorbehalten – Angaben ohne Gewähr
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