Neurodermitis bei Babys und Kindern – Bedeutung und Ursachen

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Lesezeit: 9 Minuten

Bist du Mutter oder Vater und dein Baby oder Kind hat Neurodermitis? Neben wenigen körperlichen Ursachen, sind es nämlich vor allem emotionale Gründe, warum ein Kind über die Haut reagiert. Auch wenn du erwachsen bist, aber seit Kindheit Neurodermitis hast, kann dieser Artikel dir weiterhelfen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was Eltern von Babys oder Kindern mit Neurodermitis vermeiden sollten
  • Welche Ursachen und Bedeutungen Neurodermitis bei Babys und Kindern haben kann
  • Warum Emotionen des Kindes und der Mutter eine große Rolle spielen
  • Was Eltern tun können, wenn ihr Baby Neurodermitis hat
  • Wie du als Erwachsene/r deine eigene Neurodermitis neu verstehen kannst

Keine Lust zu lesen? Hier ist die passende Podcastfolge:

Neurodermitis bei Babys und Kindern – Was Eltern vermeiden sollten

Immer häufiger kontaktieren mich besorgte Eltern, dessen Baby oder Kind Neurodermitis hat. Ich selbst habe auch schon sehr früh Neurodermitis bekommen. Inzwischen bin ich beschwerdefrei – über einige Umwege und vielen Erfahrungen. Das kannst du deinem Kind ersparen! Ich möchte Eltern aufzeigen, welche körperlichen und auch emotionalen Gründe Neurodermitis bei Babys oder Kindern haben kann.

Denn Eltern werden oft nicht ganzheitlich aufgeklärt.

Wenn Eltern das erste Mal mit Neurodermitis in Kontakt kommen – und dann noch bei ihrem Kind – liegen die Nerven meist blank. Zerkratzte Stellen von der Nacht. Blutende und nässende Hautausschläge. Überempfindliche Haut. Schreiendes Baby. Mutter und Vater machen sich große Sorgen und haben keine Idee, woher und warum dieser Hautausschlag kommen mag.

Dinge, die Eltern dann beachten (vermeiden) sollten:

  • bitte nicht bei Google nach Bildern suchen (diese helfen nicht weiter)
  • nicht zu viel Eincremen, auch wenn es als vermeintlich schnellste Lösung erscheint
  • sich kein Stress machen mit dem Thema Ernährungsumstellung
  • generell Medikamente oder Impfungen stark hinterfragen, da diese einem jungen System nicht gut tun

Die ersten Schritte die Eltern oft gehen (neben dem Gang zum Hautarzt, der häufig nur Symptome behandelt) sind noch nicht jene, die tendenziell wirklich weiterhelfen. Viele Internetseiten sind, meiner Meinung nach, auch nicht die besten Anlaufstellen, wenn man Neurodermitis beim Baby oder Kind behandeln möchte. Dort werden oft zu allgemeine Tipps über die „richtige Creme“ und die „richtige Ernährung“ bei Neurodermitis gegeben. Oft können jedoch andere, emotionale Ursachen dahinter stehen.

Eltern bringen sich und ihr Kind schnell in einen Creme- und Ernährungs-Kreislauf.

Meist wird gecremt, für das Gefühl, etwas zu bewirken. Sich nicht hilflos zu fühlen. Selbstverständlich mit besten Gewissen und aus Fürsorge. Aus Vertrauen zu den Hautärzten/Hautärztinnen. Der Mythos „Cremen, wenn etwas mit der Haut nicht stimmt“ hält sich auch immer noch stark.

Eine Creme gegen Neurodermitis muss doch etwas bringen, oder?

Naja, manchmal ist es sogar schädigend, die sensible Kinderhaut zu cremen (so auch bei erwachsener Haut). Oft sind Babyprodukte alles andere als natürlich, naturbelassen oder dem ph-Wert der Haut entsprechend (nicht basisch). Damit gerät die Hautflora des Kindes aus der Balance.

Dann verträgt mein Kind mit Neurodermitis bestimmte Lebensmittel nicht?

Die Ernährung und auch der Darm spielen beide eine wichtige Rolle. Bei stillenden Müttern und Kindern ist es wichtig, dass wichtige Nährstoffe (Vitamin D, Vitamin B-Komplex, Vitamin C, Zink) in der Ernährung dabei sind. Diese sind leider nicht immer in unseren Nahrugnsmitteln aus dem Supermarkt enthalten. Deshalb gibt es gute Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel von der Firma Biogena. Auf deren Webseite gibt es auch die Möglichkeit sich von Experten per Chat beraten zu lassen. Ab 50€ Warenwert gibt es 10% Rabatt mit dem Code: ZAUBERHAUT10

Bei Säuglingen und Kindern entwickelt sich die Darmflora erst noch. Deshalb ist es auch so entscheidend, die Darmflora von Anfang an gut zu versorgen, damit erst gar keine Allergien oder Unverträglichkeiten entstehen können.

Ursachen und Bedeutung von Neurodermitis bei Babys und Kindern

Die Rolle des Darms

Es ist wichtig, körperliche Ursachen auszuschließen (Erinnerung: Cremen ist oft nur Symptombehandlung). Manchmal ist bei einem Baby die Haut- oder Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten. Ich weiß von einem sechs Monaten alten Jungen, der den Darmpilz Candida Albicans hatte (durch einen Stuhltest festgestellt). Nach der Behandlung waren die Hautbeschwerden weg und seitdem auch nicht wieder aufgetreten.

Bei Babys oder Kindern geht Neurodermitis meist so schnell weg, wie es kam …

… wenn es rein körperliche Ursachen hat. Das liegt an den für den Körper neuen Umwelteinflüssen. Das Mikrobiom des Darms bei Babys und Kleinkindern ist noch nicht vollständig ausgebildet (erst zum Ende des 3. Lebensjahres). Dadurch ist das Immunsystem noch nicht komplett ausgebildet. Und genau deswegen haben Kinder tendenziell mehr Infekte. Und schon nur dadurch eventuell eine stärkere Neurodermitis. Um so wichtiger, den Darm zu stärken.

Dass sich Darm, Immunsystem und Haut bei Babys und Kindern noch entwickeln, ist gut und gleichzeitig auch ein Nachteil: Es kann schnell geheilt werden, weil es noch nicht so komplex ist, kann aber durch auch empfindlich.

Die Rolle des Darms für die Haut beschreibe ich genauer im Artikel „Was du bei Hautproblemen für deinen Darm tun kannst“ »

Emotionen aus dem Mutterleib

Kennst du den Spruch, ein Baby kommt „frisch und unbefleckt“ auf die Welt?

Nicht nur aus spiritueller Sicht kann ich dir sagen: Das stimmt so nicht! Denn ein Baby hat schon vor der Geburt Wahrnehmungen, Empfindungen und Emotionen. Lange glaubte man, ein Baby bekäme im Mutterleib nichts mit. Doch inzwischen weiß man, dass es die Mutter und später auch andere Menschen in der Umgebung sehr stark spürt.

Das Baby fühlt bereits im Mutterleib.

Ab der siebten Woche reagiert die Haut des Babys auf Reize. Und ab der zwölften Woche nimmt es die Gefühle der Mutter auf. Japp, richtig gelesen. Das Baby wird im Mutterleib emotional geprägt. Zusätzlich kann es auch Giftstoffe abbekommen (z.B. Amalgam aus Zahnfüllungen), die durch die Haut ausgeschieden werden und sensible Haut belasten. Weshalb es auch so wichtig ist ein Neugeborenes nicht noch mehr mit chemischen Stoffen und Cremes, Spritzen oder Medikamenten zu belasten!

In meiner Podcastfolge „Wann du beginnst zu fühlen – Faszination Schwangerschaft“ beschreibe ich die Zeit im Mutterleib für Babys. Manchmal hat das Kind auch dort schon einen Verlust gehabt, dass nachhaltig prägt: seinen/ihren verlorenen Zwilling (Blogartikel).

Hier kannst du die Podcastfolge hören, wann Babys beginnen zu fühlen:

Die emotionale Beziehung zur Mutter

Säuglinge (wie auch Menschen anderen Alters) sind emotionale Wesen. Von Geburt an sind sie auf Mitmenschen angewiesen – vor allem auf die Mutter (oder eine Person, die diese Rolle einnimmt). Oft sind es auch die Mütter, die stärker emotional involviert sind. Die sich manchmal überlastet oder überfordert fühlen.

Jetzt stell dir ein Baby vor, wie es reagiert, wenn es die Mutter anschaut: Es lächelt. Es reagiert. Schaut in die Gesichter bzw. in das vertraute Gesicht der Mutter. Reagiert auf die Stimme und die Berührungen. Auf die Emotionen. Die Beziehung zur Mutter – und wie die Mutter sich fühlt – ist ein wichtiger Faktor und leitet mich zum nächsten Punkt.

Hochsensibilität des Kindes

Es ist nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen atopischen Erkrankungen (Neurodermitis, Asthma, Allergien) und dem Persönlichkeitsmerkmal der Hochsensibilität gibt (siehe unten, Dr. Liffler). Wenn die Mutter nun besorgt, ängstlich oder negativ ist, dann nimmt das feinfühlige Baby diese Emotionen besonders auf. Und manche Säuglinge reagieren dann über die Haut, weil sie feinfühlig sind, die Beziehung zur Mutter negativ emotional belastet wird und sie nicht wissen, wohin mit ihren Gefühlen. Das Baby hat ja noch nichts anderes, als auf Mutter angewiesen zu sein. An dieser Stelle sei gesagt: Es gibt nicht darum eine Schuld zuzuweisen, sondern eher darum sich bewusst darüber zu sein.

Die Haut ist ein Kontaktorgan und der feinfühlige Charakterzug zeigt sich auf der Haut. Die Haut selbst ist oft nicht krank, sondern übermittelt nur eine Botschaft, die individuell sein kann. Den Botschaften der Haut, habe ich auch mein erstes Zauberhaut Buch gewidmet.

Diese sogenannte Hochsensibilität ist die wohl größte Ursache für Neurodermitis. Das konnte Dr. Liffler wissenschaftlich nachweisen. Weil auch ich das Thema Hochsensibilität und Haut extrem wichtig finde, habe ich darüber einen ausführlichen Blogartikel geschrieben, in dem du auch das Interview mit Dr. Liffler findest.

Übrigens:

Studien zeigen, dass Kinder mit Neurodermitis oft Einzelkinder oder das erste Kind sind. Das lässt darauf schließen, dass Mütter vielleicht noch unerfahren und unsicher sind, sich eben viele Sorgen machen. Aus Verunsicherung werden sie überfürsorgend oder kontrollierend – was wiederum zu Unsicherheit im Kind führen kann. Auch diesen Punkt bitte wieder nur als Bewusstmachung sehen.

Das können Eltern tun, wenn das Baby Neurodermitis hat

Schaue auf das Kind UND die Mutter

Hat dein Baby Neurodermitis, dann schau nicht nur auf das Kind. Ich rate dringend, sowohl das Kind zu betrachten, als auch die Mutter zu unterstützen. An alle Mütter, die das gerade lesen: Hinterfrage deine Beziehungsmuster und die Strategien dahinter:

Was lösen die Hautprobleme deines Kindes bei dir aus?
Was sind deine Sorgen?
Was brauchst du, damit es dir besser geht?

Schenke dir selbst Gehör. Denn oft sind Mütter nur in Gedanken bei dem Kind. Es ist aber wichtig, dass du zu Fragen vordringst, die DICH betreffen. Oft hilft da auch ein Blick in die eigene Kindheit bzw. auf die eigenen Eltern.

Was ich Mütter sonst noch ans Herz legen möchte:

Trau dich um Hilfe zu bitten (denn du bist nicht hilflos).
Rede über deine Gefühle (oder schreib sie aus dir raus, ohne Bewertung und noch mehr – ohne Verachtung).
Entstresse dich (Tipps dazu findest du in meinem Blog).
Meditation könnte dir gut tun (hier kannst du meditieren lernen).

Babys und Kinder spiegeln emotionale Themen. Sie können bis zu einem bestimmten Alter noch nicht selbst aktiv an ihren inneren Mustern arbeiten. Es ist die Aufgabe der Eltern, das für sie zu tun.

Höre die Bedürfnisse des Kindes

Was ist der seelische Grund für die Neurodermitis beim Baby / Kind? Denn bei Neurodermitis herrscht ein unterdrücktes Gefühl – was dann durch die Haut raus kommt. Neurodermitis ist Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses nach Geborgenheit und Schutz.

Und deswegen bricht Neurodermitis auch oft bei Kindern aus. Denn was passiert uns in der Kindheit? Wir grenzen uns fortschreitend von unseren bisherigen Bezugspersonen ab. Wir machen eine Wandel von der totalen Hingabe als Säugling, weiter über den Kindergarten und weniger Nähe zu den Eltern, hin zum selbstständig werden müssen. Für manche Kinder ist das schmerzhaft (und manchmal schon sehr früh nach der Geburt). Und unverarbeiteter Schmerz zeigt sich dann z.B. in Form von Neurodermitis. Hinterfrage auch gerne dich selbst, wie du zu dem Thema Loslassen stehst. Fällt es dir leicht voll vertrauen dein Kind abzugeben (Kindergarten, zu den Eltern, etc.)?

Manchmal kann die seelische Verletzung im Kind aber auch übertragen bzw. vererbt worden sein. Es können Themen der Ahnen oder sogar aus früheren Leben sein.

Liebe hat die größte Kraft

Nach den ersten beiden Abschnitten möchte ich nochmal ausdrücklich betonen: Das heißt nicht, dass Eltern etwas falsch machen. Eltern agieren (bestenfalls) immer aus Liebe. Und Liebe hat die höchste Schwingung. Aber auch Überfürsorge kann sich in Angst, Sorge oder Zweifel äußern und das überträgt sich Kind.

Ich möchte dich ermutigen: Handle im liebevollen Vertrauen zu deinem Kind – und nicht unbewusst aus Angst. Dein Unterbewusstsein spielt dabei eine große Rolle. Du kannst dich in meinem anderen Blogartikel mehr über die Macht des Unterbewusstseins einlesen. Das Online Coachingprogramm, die Transformationsreise, eignet sich übrigens auch für Mütter.

Bringe Ruhe und Leichtigkeit in den Alltag

Hochsensible Säuglinge und Kinder nehmen nicht nur die Mutter und ihre Emotionen verstärkt wahr, sondern auch die Umgebung. Indem du Ruhe durch weniger Reize in euren Alltag bringst, verschaffst du deinem Kind eine Pause – und dir! Grundsätzliches Entstressen hilft also allen Beteiligten.

Zum Thema Stress bzw. Entspannung findest du auf meinem Blog:

Hast du eventuell selbst Neurodermitis seit deiner Kindheit? Das kannst du tun!

Du hast heute Neurodermitis und das begleitet dich seit du Baby oder Kind bist? Dann bin ich mir ziemlich sicher, dass dort noch etwas aus deiner Kindheit in dir schlummert, das noch nicht aufgelöst ist. Vielleicht ist es:

  • Ein Gefühl mangelnder Liebe
  • Fehlende Geborgenheit
  • Emotionaler Schutz, der fehlt
  • Unterdrückte Wut oder Aggressionen

Aktuelle Situationen können dann das innere, verletzte Kind in dir wecken. Genau diese Gefühle, die du durch vergangene Erlebnisse tief in dir abgespeichert hast. Denn du handelst aus deinen Erfahrungen. Deswegen hilft es nicht, dir die aktuelle Situation anzuschauen – noch weniger mit deinem Verstand. Du darfst zu dem Punkt in deinem Leben zurückgehen, an dem dieses Gefühl entstanden ist. Dich mit den Personen versöhnen, die es ausgelöst haben.

Das kann ein tiefgreifender Prozess sein.

Ich weiß das: Ich leite genau so etwas in meiner Transformationsreise an. Ein Teil davon ist die Arbeit mit dem inneren Kind. Unter anderem mache ich eine Meditation, die meine Klient/innen zurück führt zu diesem Punkt. Es ist oft ein sehr intensiver, aber auch befreiender Moment. Tränen fließen. Leichtigkeit setzt ein. Das passiert bei der Arbeit mit dem Unterbewusstsein!

Suchst du ein individuelles Coaching, dann möchte ich dir die energetische Einzelsession von Zauberhaut Coach Nele empfehlen. In Ausnahmefällen nehme ich mir auch selbst Zeit für ein Coaching.

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Stand: 29.03.2022 © Zauberhaut – Alle Rechte vorbehalten – Angaben ohne Gewähr / Fotos: Jennifer Thomas
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